Reise verschlag Embalse de Mequinenza Endlich ist der lang ersehnte Tag da und wir –
Thomas und ich – fliegen am 16. April 2005 mit gewichtsmässig maximal zulässigem
Angelgerät nach Barcelona. In Spanien angekommen wird das Gepäck schnell in
Empfang genommen und schon sitzen wir in unserem kleinen, prallvollen Mietwagen
und fahren Richtung Caspe. In Mequinenza machen wir einen kurzen Abstecher in
einen Angelladen sowie einen Lebensmittelladen. Schon bald fahren wir weiter und
nehmen das letzte Stück Richtung Catfish Camp Caspe. unter die Räder. Wir
fahren so schnell es geht und in grosser Erwartung über die kurvige Strasse
durch die karge, aber wunderschöne Landschaft und holen das Letzte aus unserem
kleinen Mietwagen heraus. Immer wieder können wir einen kurzen Blick auf unser
wunderschönes Zielgewässer werfen. Was uns da wohl erwartet Nachdem wir in vergangenen Jahren bereits dreimal
im Segre bei Mequinenza geangelt hatten und dabei stattliche Waller bis 2.29cm
fangen konnten, geht es nun an den Embalse de Mequinenza. Dabei ist diesmal der
Zander unser primärer Zielfisch. Dennoch wollen wir es nicht unterlassen, das
eine oder andere Mal den urigen Wallern nachzustellen. Zu sehr haben uns die
kampfstarken Bartelträger in ihren Bann gezogen. Wer einmal einen stattlichen
Waller drillen konnte, weiss, wovon wir sprechen.
Leider gestaltet sich unter diesen Bedingungen aber auch das Köderfischfangen
als äusserst schwierig und es gelingt uns nicht, auch nur einen kleinen Karpfen
zu überlisten. Also brechen wir diesen ersten Versuch ab, richten unser kleines,
aber komplett ausgestattetes Hüttchen ein und schmieden Pläne für die
kommenden Tage.
Am Abend tauschen wir uns mit unseren holländischen
Kollegen aus, welche beim Schleppangeln auf Waller mit grösseren Wobblern
einige schöne Zander bis 80cm gefangen haben. Diese Botschaft motiviert uns.
Wir lernen jeden Tag mehr über das Gewässer und
die aktuellen Standplätze und die bevorzugten Standtiefen der Glasaugen. So
konzentrieren wir uns am dritten Tag auf einen grossen langsam abfallenden
Bereich und können mit Spinnangeln und Gummifischen 6 schöne Zander verhaften.
Wir haben unterschiedliche Tiefen bis 8m befischt und dabei hat sich allmählich
der Tiefenbereich von 4-5m als am „bissbringendsten“ gezeigt. Eigentlich haben wir uns vorgenommen, die Zander
mit dem Drachkovitch und frisch gefangenen Lauben, die es im Ebrosystem in
Massen gibt, zu befischen. Das Drachkovitch System ist unser bevorzugter Zanderköder
und aus unserer Sicht auch in den meisten Fällen der beste. Da es zu dieser
Zeit jedoch aussergewöhnlich schwierig ist, in der Region um Caspe Lauben zu
fangen, entschliessen wir uns, nach Mequinenza zu fahren. Von unseren
vergangenen Urlauben kennen wir Stellen, an denen es von Lauben nur so wimmelt.
Doch es ist wie verhext. Unsere Topspots versagen gänzlich und wir fahren
leicht frustriert und ohne unsere begehrten Köderfische zum Camp zurück. Gert
meint, dass die Lauben gerade mit dem Laichgeschäft beschäftigt seien und wohl
deshalb kein Interesse an unseren Maden bekunden würden. Glücklicherweisen überlässt
er uns aber ein Säckchen gefrorener Lauben für einige Euros, welche uns am nächsten
Tag 17 Zander bis 74cm bescheren. Wie Blitzen durchfahren die Zanderbisse unsere
Manié-Ruten. Wir sind in unserem Element. Leider haben wir auch etliche
Fehlbisse, da unsere Drachkos No. 2 für die übrig bleibenden „Monster-Lauben“
(ca. 17cm) einfach zu klein sind. So müssen wir mehrere Aussteiger in Kauf
nehmen.
An den folgenden zwei Tagen geht es im gleichen
Stil weiter und wir können makellos schöne Zander bis 80cm landen. Bezüglich
Wetter scheint aufkommender Wind auf das Raubverhalten der Zander eine stark
animierende Wirkung zu haben. Wir erlebten eine Situation, bei der wir –
unmittelbar im Wechsel von glattem zu welligem Wasser – während 10 Würfen
jedes Mal einen knallharten Biss hatten. Teilweise kamen die Bisse ehe der Köder
den Gewässergrund erreicht hatte. So was kann süchtig machen. Vor lauter Würfen
und Anhieben schmerzten uns am Abend die Handgelenke. That’s fishing!
Da unser Laubenvorrat nun definitiv aufgebraucht ist, probieren wir es am
nächsten Tag driftend mit Aalen auf Waller. Doch obwohl wir zwei gute Fische
beim Rollen an der Oberfläche sehen können, können wir keinen zum Anbiss überreden.
Zurück im Camp bestätigt uns Gert denn auch, dass Aale als Köder schlecht
funktionieren. Wir verstehen die Welt nicht mehr, ist doch gerade dieser Köderfisch
in Mequinenza der Renner schlechthin. Also Strategiewechsel, Karpfen fangen und
in einer Bucht vom Ufer aus an überhängende Büsche am gegenüberliegenden
Ufer spannen.
beiden anderen bestücken wir mit Karpfen. Wir
verzeichnen 6 Attacken bis 23h und fangen zwei Fische von rund einem Meter resp.
1.88cm. Ein stattlicher Busche, der für einen schönen Drill sorgte. Natürlich
beissen beide Waller auf Karpfen. Es ist wie verhext … oder einfach die Realität
am Embalse de Mequinenza? Die Zanderfischerei ist in dieser zweiten Woche
deutlich schwieriger geworden. Wir nehmen an, dass dies mit dem konstant warmen
und windarmen Wetter zusammen hängt. Spiegelglatt präsentiert sich uns der See
nun häufig und die Sonne zeigt, was in ihr steckt. Dennoch sind mit etwas
Ausdauer im Wurfarm Tagesfänge um 10 Fische möglich.
Der letzte Tag steht im Zeichen einer
Erkundungstour Richtung Isla Magdalena, wobei wir viele laichende Karpfen und
einen Waller im Flachwasser beobachten können. Nebenbei fangen wir einige
Zander bis 78cm mit geschleppten Rapala Deep Tail Dancers und lassen unseren
Urlaub in einer wunderbaren Umgebung zufrieden ausklingen.
Fazit unseres 2-wöchigen Aufenthaltes: 87
Zander bis 80cm und 9 Waller bis 1.88cm (alle Fische wurden bis auf einen
Zander zurückgesetzt) Abschliessend möchten wir uns bei Gert und seiner
Frau nochmals herzlich für die freundliche und zuvorkommende Beherbergung
bedanken. Catfish camp caspe bleibt uns als hervorragende Adresse in Erinnerung und steht
für einen Ausgangspunkt zu beinahe unbegrenzten Angelmöglichkeiten. Es war ne geile Zeit! Reto Bonfiglioli & Thomas Saner Reise verslag Thomas, Peppi, Alex und Marco marz /april 2005 "Wallerfreunde Schwalmstadt" am Caspestausee in Spanien von 01.04.05 - 08.04.05 Am Freitag, den 01.04.2005 war es nun endlich soweit. Thomas, Peppi, Alex und ich machten uns auf den langen Weg nach Spanien um unseren lang ersehnten Angelurlaub anzutreten. Als wir nach ca.14Std Fahrt in Caspe ankamen und Thomas uns zum Camp lotste, konnten wir einen wunderschönen Sonnenaufgang über dem Caspe Stausee erleben. Nun hatten wir noch einige Stunden um uns etwas zu ruhen. Um 09.00Uhr empfing uns dann die Frau van Schaick und wies uns dann in die Örtlichkeiten ein. Wir verstauten als erstes unser Gepäck und nahmen uns dann dem Angelgerät an. Am Nachmittag erkundeten wir dann einen kleinen Teil des Stausees und versuchten einige Löcher in dem die Waller stehen könnten zu suchen. Doch irgendwie war uns und den Wallern das Wetter noch zu kalt und wir beschlossen, an diesem Abend noch nicht zu angeln, da wir auch noch von der Fahrt etwas müde waren. Doch der nächste Tag sollte etwas vielversprechender werden. Nach dem Frühstück fuhren wir dann an eine flachere Stelle des Stausees, um dort ein paar Köderfische zu fangen. Doch das einzige, was gefangen wurde war ein "Karpfen-stuhl" Zurück im Camp beschlossen Alex und ich zu einer, nahe am Camp gelegene Bucht zu fahren. Dort bekamen wir auch den ersten Biss auf einen Köderfisch und Alex konnte den ersten Wels für diesen Urlaub laden. Er war 1,83m lang. Am nächsten Tag fuhren wir ebenfalls wieder in eine etwas flacher Bucht, um Köderfische zufangen und ich legte gleichzeitig auch noch eine Rute auf Wels aus. Es verging keine halbe Stunde und auch ich konnte meinen ersten Wels landen. Seine Länge betrug 1,55m Auch Thomas konnte an diesem Tag einen Wels von 1,40m mit einem Gummifisch landen. Am Dienstag abend fing Alex noch einen 1,87m Wels in der gleichen Bucht wie am Montagabend. Am Mittwoch dem 06.04.05 verlegten wir mit einem Trailer, (großen Dank nochmal an Gert) zu einer anderen Stelle, ca 70km entfernt.
Als wir unsere Ruten ausgeworfen hatten, vergingen nur wenige Minuten bis Thomas auch schon den ersten Wallerbiss bekam und landete einen 1,76m Wels in unser Boot. Kurze Zeit später fing Peppi auch seinen ersten Spanienwaller mit einer Größe von 1,85m . Jetzt war erstmal Funkstille... aufeimal ging der Schwimmer von Thomas unter und er bekam noch einen Biss. Der Anhieb saß und der Thomas kam langsam ins Schwitzen. Er meinte: "Das ist kein Kleiner, KEIN WITZ!" und nach ca. 30min konnte er einen 2,12m großen Wels landen. Das Wetter verschlechterte sich, zum Ende der Woche und so entschlossen wir schon am Freitag abend nach Hause zu fahren. Am Freitag Mittag nach der Reinigung der Boote und unseres Quartiers, beschlossen Alex und ich nochmal eine Wallerrute genau neben der Anlegebucht der Boote auszuwerfen. Doch wie sollte es auch anders sein, Alex Pose tauchte mit einmal unter und die Freespul seiner Rolle war deutlich zu hören. Er konnte mit Hilfe von Gert, der mit einem Boot zu uns kam noch einen 1,76m Waller landen. Gleichzeitig fing unser Vereinskamerad Stefan einen schönen Zander von 70cm an einer anderen Stelle des RioEbro Alles in allem war dieses Spanien Abenteuer eine sehr gelungener Angelurlaub, bei dem wir alle sehr viel Spass und Abendteuer hatten. Alle gefangenen Welse wurden durch uns fachgerecht behandelt und anschliessend nach der Devise "Catch and Release" wieder in die Freiheit entlassen. Wir bedanken uns nochmals rechtherzlich bei der Familie van Schaik von Catfish Camp Caspe für die Unterstützung und sehr freundliche Betreuung.
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Caspe/angeln |